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Presse zu "Fräulein Michael geht aus" |
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Entdeckungsreise, Überblick und Bestandsaufnahme der schwulen Literatur in
Deutschland und sicher eines der besten Bücher, die momentan zu haben sind. Paul Schulz in Du & Ich |
►Es gibt also eine deutsche schwule Literaturszene, die
sich durchaus mit der amerikanischen messen kann - und das, obwohl sie
kleiner ist. Ganz klare Leseempfehlung! Zauberhut Münster, 9/2003 |
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►LeserIn verharrt bis zuletzt in der Schwebe zwischen
Neugier und Bangen darüber, was wohl die nächste Geschichte bringen wird. Das
macht den Reiz dieses Buchs aus. gay-Thueringen.de |
►Wie Herausgeber Axel Schock leicht kritisch schreibt,
thematisieren alle Autoren Innerlichkeit und das Privateste, ohne Schwulsein
in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Damit, so Schock, würden sie voll
im Trend liegen. .... Ist der schöne Mann also wirklich tot? Mitnichten,
hoffentlich! Männer aktuell |
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►Nur selten öffnet sich die Perspektive; der schwule
Blick ist auch auf gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge gerichtet. Axel Limberg in Hinnerk, Juni 2003 |
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►Hier werden alle etwas finden: Wie das schwule Leben
hat auch dieser von Literaturprofi Axel Schock herausgegebene Band mit 15
Texten die unterschiedlichsten Facetten. Wer einen Einblick in aktuelle
schwule Befindlichkeiten haben will, hat hier seinen Zugriff. Der schöne
Mann ist tot - es ist ein erfreuliches Zeichen von Kreativität und Leben,
dass so viele junge Schwule sich literarisch äußern. Egbert Hörmann in Siegessäule 8/2003 |
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►Zu den (wenigen) Lichtblicken gehört Holger Siemanns
"Fräulein Michael geht aus", der Gewinner 202, eine Erzählung um einen
"mittelgesunden, mittelgroßen, mittelschlanken" Mittelschwulen, die sich von
autobiographischem Outing-Geplänkel oder zäher Einsamkeitsreflexion
erfrischend abgesetzt. Eurogay 3/2003 |
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Schwule Literatur? Das sind Geschichten, in denen es nur so vor jungen
Doktoranden wimmelt. In jedem zweiten Text kommt eine „Gaby“ vor, die
verständnisvolle beste Freundin. Die Hauptrolle spielt der Sex in allen
erdenklichen Formen: mal mit erhobenem Zeigefinger in seiner „Safer“-Variante,
oft mit Unbekannten, mal in Partnerschaften. Außerdem fließt edler Rotwein
in Strömen – schwul ist eben die feinere Lebensart. Mit dieser ironisch
vorgetragenen Klischeesammlung fasste der Bremer Soziologe Rüdiger Lautmann
die rund 160 Prosatexte zusammen, die er als einer der Juroren des
Literaturpreises der schwulen Buchläden gelesen hatte. Am Sonnabend wurde
die bundesweit ausgeschriebene Ehrung in der Kulturbrauerei zum fünften Mal
verliehen. In der Geschichte von Holger Siemann gibt es weder eine Gaby, noch einen Doktoranden, und Sex und Rotwein spielen höchstens Nebenrollen. Dafür hat der Berliner Autor mit seinem Prosadebüt „Fräulein Michael geht aus“ eine flotte Großstadtgeschichte um Liebe, Selbstfindung und einen Mord vorgelegt, die witzig, makaber und gut erzählt ist. Und die den Juroren der schwulen Buchläden am besten gefiel: Am Ende des von Matthias Frings charmant moderierten Abends verliehen sie Siemann ihren Literaturpreis. Neben 1000 Euro bedeutet das für den 39-Jährigen aus Prenzlauer Berg: Sein Text wird in Buchform veröffentlicht. Trostpreise gingen an Stefan Pokroppa aus Mainz und Stefan Freund aus Herten.... Mit dem von Frings angesprochenen Schubladendenken hatte Preisträger Siemann bislang allerdings kaum ein Problem: Seit Jahren schreibt er erfolgreiche Hörspiele fürs Radio. Seit eineinhalb Jahren lebt er davon. Auch verfasst er Libretti für die Neuköllner Oper, übersetzt und bearbeitet Theatertexte, deren Publikum keinesfalls durch eine sexuelle Orientierung begrenzt ist. Wie beim Siegertext „Fräulein Michael“ ist Homosexualität bei Siemann nie das zentrale Thema. „Zwar sind in der Regel schwule Charaktere dabei, aber die haben meist die gleichen Probleme wie Heteros auch“, sagt der Autor mit den halblangen braunen Locken im Gespräch. Siemann, dessen Vorbilder Elfriede Jelinek und Arno Schmidt sind, sieht sich nicht in erster Linie als Vermittler einer schwulen Botschaft, als Teil der politischen Schwulenbewegung. Er will schlicht gute, unterhaltsame Literatur bieten. Und dazu gehört es eben, „schwule Figuren in möglichst großer Normalität zu beschreiben.“ Und wenn seine Hauptfigur Michael vom Vater verprügelt wird, weil er ein Kleid trägt – „dann nicht, weil er schwul ist, sondern weil es das Brautkleid der toten Mutter ist“. Tagesspiegel Berlin v. 25.3.2002: "Jenseits des Klischees von Liebe und Selbstfindung", Lars von Törne |
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