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Kinderschreck und Ehrenbürger |
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Ursendung SR2 19. Januar 2004 Pressetext: Von Draußen dringt der Lärm eines Brückenbaus in den Versammlungssaal der Görlitzer Vierradenmühle. Der Redner lässt sich nicht beirren, er hält totz seiner 88 Jahre den Kopf erhoben und schaut aus einem braun gebrannten Gesicht munter und freundlich in die Runde. Dieses markante Profil mit dem Schnurbart war jahrzehntelang mit schöner oder unschöner Regelmäßigkeit, das hing ganz vom politischen und geografischen Standpunkt des Betrachters ab, in den Zeitungen und Nachrichtensendungen beider deutscher Staaten zu sehen. „Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien“, „Abgeordneter“ oder „Vertriebenenpolitiker Dr. Herbert Hupka“ hieß er bei den einen, Erzrevanchist oder der Ewiggestrige Hupka bei den anderen. Nach der Wende ist es stiller geworden um ihn, so still, dass die Nachricht, er sei Ehrenbürger in Ratibor geworden, eher Ratlosigkeit ausgelöst hat. Ratibor ist Herbert Hupkas Heimatstadt, heißt heute Raciborz und liegt in Polen. Was ist geschehen? Holger Siemann hat sich auf den Weg gemacht und in Oberschlesien, Görlitz und Bonn nach Antworten gesucht. anhören |
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